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20.09.2018, Stuttgart

Kurz vor dem Start des Cannstatter Wasen am 28. September gibt Dr. med. Matthias C. Raggi Tipps gegen Sodbrennen.

Was tun, wenn Wasen & Co. nicht nur Spaß, sondern auch Sodbrennen bereiten?

Dr. Matthias Raggi, Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Die Saison der Volksfeste rückt näher und auch bis zum Cannstatter Wasen (Start 28. September) ist es nicht mehr lange hin. Nicht nur aufregendere Achterbahnen und ausgelassene Stimmung ziehen die Besucher an, auch Imbiss-Stände locken dann mit knackigen Würstchen und Pommes. Auch das ein oder andere Maß Bier sind schnell getrunken. Und dann: Katerstimmung und Sodbrennen.

„Beim Sodbrennen, der sogenannten Reflux-Erkrankung, kommt es zu einem Hochsteigen des sauren Magensekrets in die Speiseröhre. Das Magensekret ist für die weitere Verdauung unerlässlich, gehört aber in den Magen und nicht in die Speiseröhre. Im Normalfall verhindert ein Schließmuskel am Mageneingang, dass diese Magensäure in die Speiseröhre gelangen kann“, erläutert Dr. med. Matthias Raggi, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie in der Sana Klinik Bethesda Stuttgart. Schätzungsweise 15 Prozent aller Deutschen leiden an der Reflux-Erkrankung. Das Zurückhalten der Magensäure klappt bei diesen Menschen nicht mehr richtig und es kommt zu stechenden Schmerzen hinter dem Brustbein, im Extremfall zu saurem Brennen bis in den Mund- und Rachenraum.

„Gerade bei einem erhöhten Alkoholkonsum und der vermehrten Einnahme deftiger Speisen haben Betroffene mit Problemen zu kämpfen und leiden im Anschluss an den Festbesuch“, so Dr. Raggi. Das liegt daran, dass Alkohol und fettige Speisen zu einer verstärkten Produktion der Magensäure führen. Und für die Mostliebhaber wird es besonders kritisch. Denn beim Apfelmost, wie auch bei kurz gegorenen Weinen wie beispielsweise dem Federweißen, liegt nicht nur Alkohol sondern auch noch eine Menge an Fruchtzucker und Fruchtsäure vor, was besonders viel Magensäure hervorruft. Dr. Raggi will Betroffenen aber nicht den Spaß verderben. Deshalb rät der Experte:

  1. Essen Sie nicht unmittelbar vor dem Zubettgehen, sondern mindestens ein bis zwei Stunden vorher.
  2. Versuchen Sie auch im Bierzelt bewusst und langsam zu essen.
  3. Vermeiden Sie allzu übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum, denn auch das Rauchen kann zusätzliche Beschwerden verursachen.
  4. Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Oberkörper, um den Säurerückfluss zu hemmen. 

Als Vorsatz für die Zeit nach dem Feiern empfiehlt Dr. Raggi eine Diät mit weniger Fett und Kohlenhydraten. Er weist aber auch daraufhin: „Wenn die Beschwerden anhalten, sollten Sie zum Arzt gehen!“ Auch wenn Sodbrennen meist nicht gefährlich, sondern nur unangenehm ist, kann mehr dahinter stecken und auch durch den langjährigen, wiederholten Reflux in der Speiseröhre eine schwere Schleimhautentzündung bis hin zum Speiseröhrenkrebs entstehen. „Daher sollte Sodbrennen nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern auf jeden Fall weiter abgeklärt werden“, so Dr. Raggi. Oft könnten eine Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten und die Einnahme säurehemmenden Medikamenten schon viel bewirken. In einigen Fällen sind allerdings weiterführende Spezialuntersuchungen und gegebenenfalls auch ein Eingriff erforderlich, um den Betroffenen dauerhaft zu helfen. „Eine erste Diagnose und Therapie erfolgt in der Regel durch den  niedergelassenen Haus- oder Facharzt. Erst wenn eine Spezialdiagnostik oder eine Operation erforderlich sind, werden die Patienten zu einer Fachklinik überwiesen, wie es auch die Sana Klinik Bethesda Stuttgart ist“, erklärt Dr. Raggi.

 

Übrigens: Der Cannstatter Wasen feiert 2018 sein 200. Jubiläum. Umgangssprachlich wird der Begriff Cannstatter Wasen (kurz: Wasen) auch als Synonym für die beiden großen Volksfeste verwendet, das Cannstatter Volksfest (seit 1818) und das Stuttgarter Frühlingsfest (seit 1938), die alljährlich auf dem Festgelände stattfinden.

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