Von Ätherdämpfen zu modernsten Narkoseverfahren


Der Begriff „Anästhesie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Schmerzunempfindlichkeit“.

Durch Allgemein- und Regionalanästhesieverfahren für operative Eingriffe wird das Prinzip der Schmerzfreiheit erzielt und gehört somit zu den Hauptaufgaben des Anästhesisten.

Durch eine Allgemeinanästhesie oder Narkose wird der Patient in einen tiefschlafähnlichen Zustand versetzt, in dem das Bewusstsein und das Schmerzempfinden ausgeschaltet sind. Die Reflexe sind gedämpft und die Muskulatur meistens völlig erschlafft, um bessere Operationsbedingungen zu schaffen.

Während der Narkose überwacht der Narkosearzt (Facharzt für Anästhesie) unter anderem die Funktionen von Gehirn, Herz, Lunge, Niere und kann bei möglichen Störungen oder Problemen sofort eingreifen, um Folgeschäden für den Patienten zu vermeiden.

Mit Beginn der 50er Jahre hat sich der Beruf des Anästhesisten zu einer eigenständigen Fachrichtung entwickelt, nachdem er zuvor von ärztlichem und pflegerischem Personal aus dem Bereich der Chirurgie betreut wurde.

Die Verfeinerung der Techniken, Verbesserung der diagnostischen Möglichkeiten, die Entwicklung der Intensivmedizin, der Schmerztherapie und präklinischen Notfallmedizin stellen heute hohe Anforderungen an den Beruf des Anästhesisten. Seine Kompetenz ist somit längst über den Zeitraum der eigentlichen Operationsphase hinausreichend aktiv in der Planung, Durchführung und Nachsorge gefordert.

Er ist somit zum Arzt für perioperative Medizin geworden.

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Dr. med. Johannes Müller

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